Vertiefung Leichtbau

Erweitern Sie Ihr Wissen für anwendungsbezogene Leichtbaupotentiale

Leichtbau ist eine Konstruktions- und Gestaltungsphilosophie, die auf maximale Gewichtseinsparung abzielt und bei der die Reduzierung des Energie- und Materialbedarfs im Vordergrund steht. Leichtbau findet in nahezu allen Industriebranchen Verwendung und wird im gesamten Automobil- und Fahrzeugbau, im Maschinen- und Anlagenbau, in der Luft- und Raumfahrt, in der Medizintechnik sowie in der Bauwirtschaft eingesetzt.
Mit seinen vielfältigen Anwendungsfeldern handelt es sich dabei um eine Zukunftstechnologie, die eine enge Vernetzung aller Akteure erfordert, um neues Wissen für innovative Lösungen komplexer Fragestellungen zu generieren. Dieses Wissen soll im Rahmen eines Technologietransfers Unternehmen zugänglich gemacht werden.


Zielgruppe
Interessierte Personen wie Fachkräfte (Facharbeiter, Techniker, Meister, Ausbilder) sowie Ingenieure mit entsprechenden technischen Vorkenntnissen.
Preis
1.900 €
Abschluss
Hochschulzertifikat
Workload
5 ECTS = 50 h
Dauer
E-Learning Phase: ca. 37 h
Präsenz: ca. 15 h (2,5 Tage)
Anmeldeschluss
08.03.2019
Veranstaltungsort
Hochschule Aalen
Der Kurs findet einmal jährlich im Sommersemester statt die Termine können Sie dem Kalender im Download entnehmen.

Die Studierenden sind imstande, den geeigneten Werkstoff und die optimalen Leichtbauelemente bedarfsgerecht auszuwählen. Sie können analytische Lösungsverfahren für statisch unbestimmte Systeme anwenden und die Optimierung von Leichtbaustrukturen unter Berücksichtigung der Systemgrenzen und Herstellverfahren durchführen.
Die Studierenden können strukturiert Leichtbauelemente rechnerisch auslegen und ein numerisches Simulationsmodell aufsetzen. Sie sind in der Lage, die optimale Gestaltung dieser Elemente durch einen strukturierten Bewertungsprozess mit Hilfe numerischer Verfahren und einer moderierten Gruppendiskussion anzugeben.
Die Studierenden können Leichtbaustrukturen auf ihre mechanischen Eigenschaften (Festigkeit, Steifigkeit) hin analysieren sowie Verbindungs- und Fertigungsvorschläge aufzeigen.
Die Studierenden können eine komplexe technische Aufgabenstellung aus dem Leichtbau anhand einer strukturierten Vorgehensweise in Arbeitspakete herunterbrechen und die einzelnen Arbeitspakete in kleinen Teams bearbeiten. Durch Anwendung geeigneter Kreativitätstechniken sind sie in der Lage, Teillösungen für Subsysteme der Leichtbaustruktur zu erarbeiten und diese später zu einer sinnvollen Gesamtlösung zu kombinieren.
Die Studierenden sind in der Lage, Bauteile bezüglich ihres Leichtbaupotentials zu analysieren. Sie sind imstande, 


Konstruktionen zu analysieren und diese im Bedarfsfall bezüglich des Gewichts zu optimieren, unter Berücksichtigung zulässiger Beanspruchung und Verformung.
Sie können die Eignung bestimmter numerischer Verfahren für die mechanische Strukturanalyse beurteilen. Die Studierenden können eine hybride Leichtbaustruktur anhand der VDI-Richtlinie 2221 systematisch analysieren und in einzelne Arbeitspakete herunterbrechen. Sie kennen den strukturierten Auslegungsprozess für Faserverbundwerkstoffe. Die Studierenden verstehen die Kreativitätstechniken Morphologischer Kasten und Brainstorming.
Die Studierenden sind in der Lage, die strukturierte Vorgehensweise bei der Leichtbauauslegung, Konstruktion und Berechnung anhand eines industrienahen Beispiels selbständig anzuwenden.

  • Grundprinzipien des Leichtbaus
  • Faserverstärkte Werkstoffe
  • Leichtbau-Designkriterien
  • Krafteinleitung
  • Hybridbauweise: Funktionsanalyse & Lastenheft
  • Dimensionierung von Faserverbundstoffen
  • Festigkeitsanalyse von Faserverbundstoffen
  • Balken und Schalen
  • Schubfeldträger
  • Sandwichbauweise
  • Energiemethoden
  • Finite Differenzen

Die Zulassungsvoraussetzung ist der Besuch der Zertifikatskurses „Grundlagen Leichtbau“ oder vergleichbare Vorkenntnisse oder Bachelorabschluss/Diplomabschluss in einem ingenieurwissenschaftlichen Studiengang.

Das Weiterbildungsangebot umfasst zwei aufeinander aufbauende Zertifikatskurse in einem Blended-Learning Format, das selbständige Online-Lernphasen mit einer Präsenzphase an der Hochschule Aalen verbindet. Beide Module sind jedoch auch unabhängig voneinander buchbar. Die Online-Lernmaterialen können auf der Lernplattform „Moodle“ der Hochschule Aalen abgerufen werden.

Die vorbereitende Pre E-Learning Phase bringt alle Teilnehmer auf ein einheitliches Eingangsniveau. Dabei werden theoretische Grundlagen durch multimediale Inhalte aufbereitet und durch Vertiefungselemente wie Fragespiele, Quizze oder Fallstudien ergänzt. 

Bei der anschließenden 2,5-tägigen Präsenzphase in den Laboren der Hochschule Aalen steht der persönliche Erfahrungsaustausch und die praktische Anwendung der vorher gelernten Theorie im Fokus. Die Inhalte werden durch Übungen, Simulationen am Computer, Laborversuche und Gruppendiskussionen erarbeitet.

In der nachbereitenden Post E-Learning Phase, die sich über zwei Wochen erstreckt, wird das bisher Erlernte weiter vertieft sowie ein Leichtbauprojekt erstellt.

Sie erhalten nach Abschluss eines Kurses entweder eine Teilnahmebestätigung (ohne Prüfungsleistung) oder ein Zertifikat der Hochschule Aalen und der IHK Ostwürttemberg mit Note und dem Nachweis des Erwebs von 5 ECTS*, das nach einer erfolgreich abgelegten Prüfungsleistung ausgestellt wird.


*Was sind ECTS?
ECTS (European Credit Transfer System) sind Leistungspunkte, die im europäischen Hochschulraum vergeben werden, um die Anerkennung von Studienleistungen im In- und Ausland zu erleichtern.

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