Initiativpreis

30.09.2010 |SchwäPo

DIHK-Preis für Meisterstudium

Pilotprojekt der Aalener Hochschule erhält Auszeichnung des Deutschen Industrie- und Handelskammertags

Meister auf die Hochschulbank - wie das praktisch aussehen kann, demonstriert die Hochschule Aalen in einem Pilotprojekt, das jetzt prämiert wird.

Im Kampf gegen den Ingenieurmangel geht die Hochschule Aalen einen neuen Weg: Meister und Facharbeiter ohne Hochschulreife studieren seit einem Jahr parallel zum Beruf Maschinenbau. Für den Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) ist das eine nachahmenswerte Innovation: Er zeichnet es heute gemeinsam mit der Otto-Wolff-Stiftung mit dem Initiativpreis Aus- und Weiterbildung aus. "Mit dem Pilotprojekt machen wir ein Angebot für eine Zielgruppe, die bisher leer ausging", erläutert Ulrich Schmitt von der Hochschule das von ihm erarbeitete Konzept. Es orientiert sich an der Nachfrage der regionalen Industrie in Baden-Württemberg: Sie braucht dringend Ingenieure, findet sie aber nicht auf dem normalen Arbeitsmarkt. Die 25 Meister und Techniker, die im ersten Jahrgang 2009 starteten, haben vier schwere Jahre vor sich. Denn sie behalten ihren normalen Arbeitsplatz und studieren parallel an zwei Werktagen abends sowie an Samstagen. Mit Rücksicht auf die Familien orientieren sich die zehnwöchigen Module nicht an den Semester-, sondern an den Schulferien. Im ersten Jahr pauken alle die Inhalte eines normalen Maschinenbaustudiums; danach teilt sich die Gruppe in Maschinenbauer und Mechatroniker. Nach vier Jahren winkt der Abschluss als Bachelor, wobei die Aalener damit liebäugeln, zum "Diplom-Ingenieur" zurückzukehren.

Südwestmetall und die IHK Ostwürttemberg unterstützen das Projekt ebenso manche Arbeitgeber, die einen Teil der Studiengebühren übernehmen. Die Hochschulrektorenkonferenz hat das Pilotprojekt allen Fachhochschulen als nachahmenswert empfohlen. Die Hochschule Aalen gehe mit gutem Beispiel voran, lobt DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben. "Die Hochschulen müssen sich stärker auf Studienbewerber mit Berufserfahrung einstellen." Deshalb seien berufsbegleitende Studiengänge notwendig.

29.09.2010 | Initiativpreis DIHK

Wirtschaft zeichnet Initiativen gegen Fachkräftemangel aus

Weiterbildungsakademie der Hochschule Aalen unter den Preisträgern

Fachkräfteengpässe zeigen sich über Branchen, Berufe und Qualifikationsniveaus hinweg. Damit droht der Fachkräftemangel in den kommenden Jahren die hart erarbeiteten Wettbewerbsvorteile der deutschen Wirtschaft aufzuzehren. Gerade im naturwissenschaftlich-technischen Bereich rechnet insbesondere die Industrie mit zunehmenden Problemen: 70 Prozent der Betriebe erwarten hier in den kommenden Jahren einen Fachkräftemangel und befürchten langfristig auch den Verlust von Innovationspotenzialen. Heute fehlen der deutschen Wirtschaft schon rund 400 000 Ingenieure, Meister und gut ausgebildete Facharbeiter und die Zahl wird jährlich um etwa zehn Prozent steigen.

Um diesem Mangel entgegenzuwirken müssen stärker als bislang unausgeschöpfte Potenziale genutzt werden. Dazu zählt die zielgerichtete Aus- und Weiterbildung. Die besten Beispiele dieser praktischen Berufsbildungsarbeit werden heute in Essen mit dem Initiativpreis Aus- und Weiterbildung 2010 ausgezeichnet.

Zu den Siegern zählen der Logistikdienstleister Talke, das ZDF, die Weiterbildungsakademie der Hochschule Aalen sowie das grenzüberschreitende Ausbildungsprojekt Youcomp e.V.. Die vier Gewinner konnten sich gegen mehr als 60 andere Bewerber durchsetzen. weiterlesen...

02.10.2010 | SchwäPo

Initiativpreis gewonnen

Weiterbildungsakademie der Hochschule Aalen in Essen geehrt

Die Weiterbildungsakademie der Hochschule Aalen hat den "Initiativpreis Aus- und Weiterbildung" gewonnen. Unter 70 bundesweiten Projekten wurde die der Hochschule, des ZDF, des Logistikdienstleisters Talke und des Ausbildungsvereins Youcomp mit einem der drei Hauptpreise ausgezeichnet.

Aalen/Essen. Den Initiativpreis vergeben die Otto Wolff-Stiftung, der Deutsche Industrie- und Handelskammertag und die "Wirtschaftswoche". Am Donnerstag wurden die Gewinner in der Philharmonie in Essen gekürt. Sie erhielten die gläserne Initiativpreis-Pyramide des Kölner Grafikers Harry Bessler.

Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, müssten stärker als bislang unausgeschöpfte Potenziale genutzt werden. Dabei steht Aus- und Weiterbildung an erster Stelle. Die besten Beispiele dieser Berufsbildungsarbeit werden seit 1983 mit dem Initiativpreis ausgezeichnet, einer der renommiertesten Preise in der beruflichen Bildung. Die Weiterbildungsakademie der Hochschule Aalen ist eine dieser vorbildlichen Initiativen, die die Qualität und Attraktivität der betrieblichen Aus- und Weiterbildung steigern. 2009 gegründet, bietet die Hochschule Aalen zwei berufsbegleitende Bachelorstudiengänge an: Maschinenbau und Mechatronik. Von der Hochschulrektorenkonferenz wird die Weiterbildungsakademie als Pilotprojekt hervorgehoben. Das Studienangebot richtet sich vor allem an Meister und Techniker. In den Kernfächern wie Mathematik und Physik wird gezielt Unterstützung in den Vorlesungen und Tutorien angeboten. An der Weiterbildungsakademie studieren seit letztem Jahr 25 Studenten berufsbegleitend Maschinenbau oder Mechatronik. Trotz dem hohen Zeitaufwand gab es bisher keinen einzigen Abbrecher. "Das Präsenzstudium vor Ort macht den Unterschied", sagt Studiendekan Prof. Dr. Ulrich Schmitt, "Fragen und Probleme werden direkt in der Vorlesung mit dem Professor besprochen." Viele Unternehmen in der Region erleichtern ihren Mitarbeitern das Studium und bieten diverse Modelle an - "von einer Finanzierung des Studiums bis zur reduzierten Arbeitszeit oder Sonderurlaub", weiß Alexandra Jürgens, die Geschäftsführerin der Weiterbildungsakademie. Auch der Verein der "Freunde und Förderer" der Hochschule Aalen, Südwestmetall und die IHK unterstützen das Projekt.