Studierende der Hochschule Aalen untersuchten das Studieninteresse von Meistern und Fachkräften in Ostwürttemberg
In Kooperation mit der IHK Ostwürttemberg und der Weiterbildungsakademie der Hochschule Aalen haben die Masterstudenten im Studiengang International Business Heiko Johannsen und Erik Wödl untersucht, ob Fachkräfte und Meister in der Region Ostwürttemberg ein Studium aufnehmen wollen und welche Randbedingungen dafür notwendig sind.
"Zwei Jahre nach Öffnung der Hochschulen für beruflich Qualifizierte stellte sich uns die Frage, ob Meister und Fachkräfte der Region überhaupt Interesse an einem Studium haben", erläutert Prof. Dr. Ingo Scheuermann den Ausgangspunkt der Studie. "Außerdem wollten wir herausfinden welche Studiengänge und Studienformen für Fachkräfte und Meister interessant sind, um entsprechend darauf reagieren zu können."
Durch die IHK wurden insgesamt 350 Industriemeister und Fachkräfte in der Region Ost-Württemberg schriftlich befragt. Wödl und Johannsen kommen bei der Auswertung zu interessanten Ergebnissen. So haben über 70% der Befragten Meister und Fachkräfte eine grundsätzliche Bereitschaft ein Studium aufzunehmen. Viele davon planen sogar innerhalb der nächsten drei Jahre ein Studium zu beginnen. Zu den bevorzugten Fachrichtungen zählen der Maschinenbau und die Betriebswirtschaftslehre, aber auch Mechatronik und Werkstofftechnik sind gefragt.
Der überwiegende Anteil bevorzugt dabei ein berufsbegleitendes Studium und nur 20% können sich vorstellen auch ein Vollzeitstudium aufzunehmen.
"Die hohe Studienbereitschaft der Meister in Ostwürttemberg hat uns erstaunt und zugleich erfreut. Es zeigt, dass beruflich Qualifizierte hier in der Region gut informiert sind über das Studium ohne Abitur" ergänzt Alexandra Jürgens, Geschäftsführerin der Weiterbildungsakademie der Hochschule Aalen.
